… unter diesem Leitgedanken steht die Juniorhelfer/innen-AG unserer Grundschule Rust. Das ist ein freiwilliger Schulsanitätsdienst, bei dem in jedem Schuljahr circa 12 Schüler/innen der dritten Klassen eine Grundausbildung in Erster Hilfe erhalten.

 

  • Grundausbildung in Erster Hilfe

Entwickelt wurde dieses Projekt vom Deutschen Jugendrotkreuz zur Unfallverhütung und Heranführung an die Erste Hilfe.

Die  Unterrichtsmaterialien ermöglichen den Grundschulkindern eine altersgerechte, praxisorientierte, ansprechende und fundierte Vermittlung von Erste-Hilfe-Maßnahmen. Alles im Rahmen ihrer Möglichkeiten!

Die AG umfasst eine Unterrichtsstunde pro Woche und wird auch im vierten Schuljahr fortgesetzt. Ausgebildet werden die Kinder von Lehrerin Katja Grahlmann, welche am Juniorhelferprogramm des Deutschen Roten Kreuzes teilgenommen hat.

Die Kinder lernen beispielsweise, wie sie sich auf dem Pausenhof, auf dem Schulweg und in der Freizeit verhalten müssen, um Verletzungen vorzubeugen. Sie lernen die einzelnen Schritte der Rettungskette und deren Bedeutung im Notfall sowie einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen bei kleinen Wunden, Verbrennungen oder Nasenbluten.

Die im Projekt „Kinder helfen Kindern“ ausgebildeten Juniorhelfer/innen machen in Kleingruppen „Dienst“ in der großen Pause. Außerdem sind sie bei Sportveranstaltungen, an Wandertagen, bei Schulfesten und bei sonstigen schulischen Veranstaltungen im Einsatz.

 

  • Verantwortung und Selbstständigkeit lernen

Allmählich wachsen sie so in eine Verantwortung hinein, die sie befähigt, nach den großen Ferien während ihres vierten Schuljahres selbstständig in der Schule Erste Hilfe zu leisten, ihre Notfalleinsätze genau zu dokumentieren und ihrerseits wiederum neue Drittklässler/innen „einzuarbeiten“.

Als Juniorhelfer/innen sind die Schüler/innen schließlich in der Lage, einfache Verletzungen mit den damit verbundenen Gefahren zu erkennen und einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen selbst durchzuführen, die sie in den AG-Stunden geübt haben.

Als äußere Zeichen tragen die Juniorhelfer/innen bei ihren Einsätzen einen Ausweis sowie eine signalfarbene Warnweste mit der Aufschrift „Juniorhelfer“ und dem Logo unserer Schule. Sie sind des Weiteren mit einem Erste-Hilfe-Rucksack und einer Kühlbox mit Kühlkissen ausgestattet. 

Auch wenn sich einmal eine Freundin oder ein Freund in der Freizeit verletzt, brauchen die Juniorhelfer/innen keine Angst mehr zu haben: Sie wissen genau, was zu tun ist. Durch die ihnen vermittelten praktischen Erfahrungen sind sie ermutigt und befähigt, im Notfall helfend tätig zu werden. Denn dies haben sie bei vielen in der AG simulierten „Notfällen“ geübt.

 

  • Achtsam gegenüber anderen sein

Ziel des Projektes ist es, bei den Grundschüler/inne/n schon frühzeitig die Achtsamkeit gegenüber anderen zu schulen, sie für die Erste Hilfe zu begeistern und ihnen zu verdeutlichen, dass Verantwortung für den Mitmenschen wichtig ist und Spaß machen kann.

Die Handlungskompetenz der Kinder und ihr Selbstwertgefühl werden dadurch gestärkt, Erfolgserlebnisse werden ihnen vermittelt.

Die Angst, etwas falsch zu machen, und die Überforderung durch Stress und Ekel sind Ursachen für mangelnde Hilfsbereitschaft vieler Menschen im Alltag. Frühzeitige Begegnung mit der Ersten Hilfe bietet die größte Chance, solchen Entwicklungen entgegenzuwirken.

Mit der Juniorhelfer/innen-AG möchten wir die Hilfsbereitschaft der Kinder nutzen und so auch Grundschüler/innen zum Helfen ermutigen.

Zum Abschluss der dritten und vierten Klasse bekommen alle beteiligten Schülerinnen und Schüler eine Urkunde überreicht, die sie als ausgebildete Juniorhelfer/innen bzw. Schulsanitäter/innen ausweist.